Getting ready

Und immer noch kommen mit schöner Regelmäßigkeit die Anfälle von Panik. Unabhängig von Ort und Zeit, ganz egal, ob beim Geschirr spülen, beim Grillen mit Freunden oder zwischen 100.000 Menschen auf der TraWo, plötzlich kommt dieser Schlag und macht einem bewusst, dass man tatsächlich die nächsten 12 Monate in einem Land verbringt, das nicht nur auf der anderen Seite der Weltkugel liegt, sondern dessen Kultur sich auch so krass von unserer unterscheidet, dass man im Prinzip folgende Formel aufstellen kann: Kulturunterschied “Deutschland / Indien” = 180° + Distanz “Deutschland / Indien” in Kilometern. 

Natürlich hat der Besuch unsere zukünftigen Kollegen zeimlich geholfen und ich habe jetzt ein genaueres Bild von dem leben dort und auch von der Arbeit der Organisation und ich muss sagen, dass ich wirklich froh bin, da mitarbeiten zu dürfen. Nichtsdestotrotz weiß man bei einem solchen Abenteuer ja ersteinmal nur, was man zurück lasst und noch nicht, was man dafür bekommt, weshalb der Abschied auch so schwer wird.

Insgesamt glaube ich, dass ich dieses Jahr schlichtweg realistisch betrachte, weshalb ich da auch mit ziemlich gemischten Gefühlen herangehe. Wenn ich glaubte, dass das alles immer nur schön und immer nur einfach werden würde, dann ließe zwar das böse Erwachen nicht lange auf sich warten, aber zumindest im Moment würde es viele erleichtern. Tja, das hat man jetzt davon, in dreizehn Jahren Schule tatsächlich was über die Welt und das Leben gelernt zu haben.

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